• Deborah Wagner

Ausbleibende Antworten und Sangria

Aktualisiert: 10. Dez 2020

Ich bin der festen Überzeugung das der Titel den Inhalt diesen Textes ziemlich genau auf den Punkt bringt: „Ausbleibende Antworten und Sangria“.





Erhoffen wir uns nicht alle irgendwo eine Antwort auf etwas worauf es wahrscheinlich gar keine richtige Beantwortung gibt?


Die Antwort- das erinnert mich an ein Zitat meinerseits aus Amsterdam: „Die Antwort 1-3“, der Kontext, aus dem diese sagenumwobene Trilogie entstand, ist irrelevant denn, sie hat in diesem Moment ihren Höhepunkt an Bedeutung erreicht.

Ich habe endlich verstanden was ich wirklich damit meinte.


Eine Antwort, eine Nachricht, ein Wort genügt, um mich kurzeitig glücklich zu machen.

Um mir das Gefühl zugeben dir nah Zusein, dabei bin ich dir ferner denn je.

Im ersten Moment dachte ich: Sehnsucht. Mich plagt die Sehnsucht, das Gefühl nach dir, das Gefühl nach uns, das Gefühl nach uns beiden.

Doch vielmehr plagt mich die Tatsache das es schwerer ist Alleine, es ist schwerer alleine mit mir klarzukommen, mit dem Leben klarzukommen.


Denn was kostest mehr Überwindung: Bedingungslos dir nachzulaufen oder bei mir sein, meine eigene beste Freundin und Beziehungspartnerin zu sein?

Ich habe mir eine Frage gestellt: Ist es das wert? Ist es das Wert bei dir nach Bestätigung im Sein, nach Unterstützung im Sein, nach Halt im Sein zu betteln?


Nein, das ist es nicht denn, es fällt mir nur leichter. Es fällt mir leicht zu dir zukommen, bei dir zu sein oder wenigsten so zu tun als wärst du bei mir, weil es viel schwerer ist bei mir selbst zu sein.

Dabei ist es doch genau das was ich immer wieder aufs neue Versuche, ich versuche dir fern zu sein. Dir nicht auf WhatsApp zuschreiben, zu fragen wie es dir geht oder auf deine Bilder zu antworten.

Wie oft habe ich mir vorgenommen dir keine Bilder mehr zuschicken.

Es ging mir so viel besser, wenn ich es schaffte meinen dreckigsten Triebe zu zügeln.

Dann quälen mich nämlich keine Gedanken mehr, keine Gedanken mehr über dich, keine Gedanken über ausbleibende Antworten denn,

es ist willkürlich, es ist willkürlich, wann du mir schreibst und es ist willkürlich wie du mir schreibst.

Ich versuche mir zu sagen, dass du nichts dafürkannst, es sind die Tabletten,

es waren so lange die Tabletten, es ist deine Emotionslosigkeit geschaffen durch diese. Doch auf den Tabletten bist du schon lange nicht mehr, zumindest sagst du das.

Dabei bin ich mir gar nicht mehr sicher ob du das jemals gesagt hast.

Habe ich es mir selbst gesagt? Um es besser zu verstehen?

Aber, ich verstehe es nicht, ich verstehe nicht warum mich ausbleibende Antworten derart treffen, ich verstehe nicht warum ich in meinen schwächsten Momenten nicht von dir ablassen kann denn, du bist mir keine mehr schuldig.


Keiner von euch ist mir eine Antwort schuldig dennoch fällt es mir schwer, es fällt mir schwer nicht auf eure freundlichen Anstand-Antworten einzugehen und darauf zu hoffen eine Konversation aufbauen zu können.

Ich warte, ich warte auf eure ausbleibenden Antworten, auf euer ausbleibendes Interesse an mir.

73 Ansichten

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Schimmerndes-Ich

Endlosigkeit