• Deborah Wagner

Schimmerndes-Ich



ich sehe,

ich sehe dich, ich sehe deinen blick.

ich sehe wie das wasser fließt,

ich spüre wie es fließt,

wie es hinab fließt... beginnend an deinem Blick.

ich sehe das wasser schimmern,

ich sehe es glitzern.

ich sehe wie es sich bricht, wie es bricht in diesem licht.

in diesem kargen licht.

in diesem licht in deinem zimmer.

ich sehe so oft wie das wasser fließt,

wie es hinab fließt, beginnend an deinem blick.


das fließen. es ist zur gewohnheit geworden,

es fließt eine stehende konstante für dich und mich.

ich sehe das wasser schimmern, ich sehe es glitzern.

ich sehe wie es sich bricht,

bricht durch dich.

ich schau kurz nicht hin und nun, nun seh ich dich.

ich seh diese glatte oberfläche.

ich spüre diese kälte.

ich spüre dein beschlagenes gesicht,

gezeichnet durch diese eine gefrorene schicht


und nun, nun frage ich dich:

wann hat es aufgehört? wann hat es aufgehört zu fließen?

doch deine antwort bleibt aus.

du bist verstummt, verstummt mit dem fließen, mit dem fließen in deinem gesicht.


doch was lies dich verstummen? was raubte dir die tränen aus deinem gesicht?


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